Gruppenfoto der Gründungspartner*innen vom 11. Juni 2018 in Berlin.

Das Bündnis Bildung für eine demokratische Gesellschaft

Vielfältig. Gemeinsam. Wirksam.

Es ist an der Zeit

für mehr Bildung für eine demokratische Gesellschaft

Das Bündnis setzt sich dafür ein, „Bildung für eine demokratische Gesellschaft“ langfristig, nachhaltig und flächendeckend zu verankern – denn das Zusammenleben in einer demokratischen Gesellschaft muss gelernt werden.

Gemeinsam wollen wir diesem zentralen Bildungsziel in den Bildungseinrichtungen, der Politik, der Bildungsverwaltung und der Öffentlichkeit die Aufmerksamkeit geben, die es verdient. Nur dann können alle Kinder und Jugendlichen lernen und erfahren, in einer demokratischen Gesellschaft zu leben und sie mitzugestalten.

Petition "Demokratieförderung ausbauen statt kürzen!"

Forderungen zum Bundesprogramm „Demokratie leben!“

Der aktuell im Bundestag diskutierte Haushaltsentwurf für das Jahr 2020 sieht vor, dass für das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ statt der ursprünglich geplanten 115,5 Millionen Euro nur 107,5 Millionen € zur Verfügung gestellt werden sollen. Diese Kürzung bedroht akut die Arbeit zahlreicher Organisationen, die sich für die Demokratieförderung einsetzen. Es ist empörend, dass ausgerechnet in solch schwierigen Zeiten die Demokratieförderung gekürzt werden soll, obwohl sie eigentlich ausgebaut werden müsste.

Mehr erfahren und Petition unterzeichnen

So viele unterstützen die Petition bereits:

114

Organisationen

934

Einzelpersonen

Umfrage zum Programm „Demokratie leben!“

Wie sind Ihre Erfahrungen im Interessenbekundungsverfahren 2019 für die Förderperiode 2020-2024?

In diesen Tagen und Wochen erhalten die Organisationen im Feld der Demokratieförderung rund 1.000 Rückmeldungen zu Interessenbekundungen, die sie im Programm „Demokratie leben!“ für die Förderperiode 2020 bis 2024 eingereicht haben. Gespräche und erste Auswertungen im Rahmen der Entwicklungskonferenz des Bündnis Bildung für eine demokratische Gesellschaft am 16.09.2019 in Berlin bieten Anlass zur Sorge.

Um einen systematischen Eindruck zu erhalten, wie sich das Interessenbekundungsverfahren auf das Feld auswirkt, bitten wir um Ihre Teilnahme an unserer Umfrage.
Allen Organisationen, die sich an der Umfrage beteiligen, stellen wir regelmäßig ein Update mit den anonymisierten Rückmeldungen zur Verfügung und binden Sie in die Entscheidung zum weiteren Vorgehen ein.

Mehr über die Umfrage erfahren und teilnehmen

Unsere Ziele

Das Bündnis „Bildung für eine demokratische Gesellschaft“ verfolgt folgende Anliegen:

Gesellschaftlich:

Bildung für eine demokratische Gesellschaft als zentrales Bildungsziel etablieren und verankern

V

Die strukturellen Rahmenbedingungen für die Verankerung der Bildung für eine demokratische Gesellschaft entwickeln und ausbauen bzw. schaffen

Staatliche Stellen und politische Entscheidungsträger*innen einbinden und in die Pflicht nehmen

z

Eine breite Öffentlichkeit gewinnen und einen gesamtgesellschaftlichen Diskurs anregen

Für die beteiligten Organisationen:

Angebote zur Unterstützung von Pädagog*innen und Bildungseinrichtungen bei der Bildung für eine demokratische Gesellschaft abstimmen, bündeln und bewerben

Die Themenfelder und Bildungsziele rund um die Bildung für eine demokratische Gesellschaft in der Aus- und Fortbildung von Pädagog*innen verankern

Einen gemeinsamen Fachdiskurs zwischen den Themenfeldern, die zur Bildung für eine demokratische Gesellschaft beitragen, etablieren

w

Den Austausch, die Vernetzung und die Kooperation zwischen den beteiligten Organisationen fördern

Eine tragfähige Grundlage für gemeinsame Projekte und Vorhaben sowie die Nutzung von Synergien schaffen

Sandra Scheeres, Berliner Bildungssenatorin

„Wir sehen uns als Bildungsverwaltung in einer tragenden Rolle für die Entwicklung demokratischer Potentiale in der Gesellschaft. Die Demokratiebildung muss bereits in den Kitas und Grundschulen beginnen, sich in der Ausbildung des gesamten pädagogischen Personals wiederfinden und Grundlage einer guten Schulkultur sein. Demokratie leben von Anfang an bedeutet, die eigene Identität in einer Gemeinschaft finden, mit dem Gegenüber respektvoll umgehen, gemeinsam entwickelte Regeln einhalten und die Gemeinschaft mitgestalten, alles zusammen ist das die beste Prävention vor Diskriminierung und der beste Schutz vor menschenfeindlichen Ideologien. In diesem Bündnis, sehe ich einen Rahmen für die Entwicklung weiterer demokratiebefördernder Initiativen. Eine Demokratie, die gelebt wird, und nicht nur ein Begriff ist, schaffen wir nur zusammen. Demokratiebildung bekommt durch das Bündnis die Aufmerksamkeit, die sie verdient.“

Yvonne Gebauer, Ministerin für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen

„Ich unterstütze das Bündnis, da Bildung für eine demokratische Gesellschaft ALLE angeht. Schulen in NRW engagieren sich in vielfältigen Programmen gemeinsam mit außerschulischen Partnern und Initiativen. Schülerinnen und Schüler können so lernen, aktiv unser freiheitlich-demokratisches Gemeinwesen mitzugestalten.“

Foto: © MSB/ Susanne Klömpges

Prof. Dr. Roland Roth

„Aus zivilgesellschaftlicher Perspektive kommt das Bündnis zur rechten Zeit, eigentlich ist es längst überfällig. Mich überzeugt seine inhaltliche Ausrichtung. Vermutlich ist es der erste größere Zusammenschluss unterschiedlicher Akteure (Stiftungen, Kinderrechtsorganisationen, aber auch Landesregierungen, Wissenschafts- und Berufsverbände) in Deutschland, der sich in dieser emphatischen Weise auf eine menschenrechtliche Begründung von Demokratie stützt, also Demokratie und Menschenrechte zusammen denkt und dabei auch die für nachwachsende Generationen und ihre Bildungschancen so wichtigen Kinderrechte nicht vergisst.“

Dr. Brigitte Mohn, Mitglied des Vorstandes der Bertelsmann Stitung

Unter dem Einfluss von Digitalisierung und Globalisierung muss sich die Demokratie weiter­entwickeln. Um die nächste Generation in die Lage zu versetzen, diesen Prozess auf der Basis unabänderlicher demokratischer Grundwerte aktiv zu gestalten, müssen wir im Kindergarten anfangen. Entlang der gesamten Bildungs­biographie von Kindern und Jugendlichen müssen Kompetenzen wie Verantwortungsbewusstsein, Gerechtigkeitssinn und Toleranz für abweichende Meinungen aufgebaut werden. Wir unter­stützen das Bündnis, weil es die Pädagogen und Fachkräfte, die diese wichtige Vermittlungsaufgabe jeden Tag in der Praxis wahrnehmen, noch stärker vernetzt und koordiniert.“

Foto: Jan Voth

Stefan Hermann, Direktor Pädagogisch-Theologisches Zentrum Stuttgart (ptz)

„Wir unterstützen das Bündnis, weil Menschenwürde als Grundlage von Demokratie nicht nur Gegenstand, sondern Haltung von Bildungsprozessen ist. Nur wer um seine eigene Würde weiß, wird andere nicht würdelos behandeln. Menschenwürde ist jedem Menschen zeitlebens geschenkt, kein Mensch muss sie sich verdienen. Ein würdevoller Umgang mit Vielfalt setzt das Bewusstsein der eigenen Würde und der unantastbaren Würde anderer voraus. Als kirchliche Bildungseinrichtung wollen wir zu einem würdevollen und demokratischen Umgang in Vielfalt beitragen.“

 

Dr. Heike Kahl, Geschäftsführerin der Deutsche Kinder- und Jugendstiftung

„Wir unterstützen das Bündnis, weil Kinder und Jugendliche nicht durch Geburt Demokraten sind – sondern sie es im täglichen Leben, in der Familie, der Kita , der Schule und dem Heimatort durch Erleben erlernen. Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung unterstützt diese Bildungsprozesse aktiv mit ihrer Arbeit und ihrer Mitgliedschaft in diesem Bündnis.“

Bündnisse auf Länderebene

Für die Umsetzung regionaler Bündnisziele wird die Gründung von Landesbündnissen angestrebt.

Ein erstes Landesbündnis wurde am 6. November 2017 in Mainz gegründet. Das rheinland-pfälzische Bündnis „Demokratie gewinnt!“ unter Schirmherrschaft von Ministerpräsidentin Malu Dreyer dient als gelungenes Beispiel für ein Bündnis zur Stärkung der Demokratiebildung innerhalb eines Bundeslands.

Ein zweites Landesbündnis für Berlin/Brandenburg befindet sich in Vorbereitung.

Werden Sie Teil des Bündnisses "Bildung für eine demokratische Gesellschaft!"

Wir rufen zivilgesellschaftliche Institutionen, wie Stiftungen, Bildungsträger und -programme, aber auch Politik und Verwaltung in Bund und Ländern dazu auf, sich anzuschließen.
Für Fragen und Informationen zum Bündnis steht Ihnen Martin Nanzig gerne zur Verfügung.

Unterstützen Sie das Bündnis und wirken Sie aktiv an seiner Weiterentwicklung mit:

Werden Sie Partner*in des Bündnisses

Gestalten Sie das Bündnis aktiv mit, indem Sie Partner*in werden. Mehr Informationen finden Sie hier.

Fördern Sie das Bündnis finanziell

Machen Sie den Aufbau des Bündnisses und seine Aktivitäten mit einem Förderbeitrag möglich. Detaillierte Informationen finden Sie hier.

Unterstützen Sie ein Bündnis auf Landesebene

Neben dem bundesweiten Bündnis können Sie Initiativen zur Gründung von Landesbündnissen unterstützen.

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Beteiligen Sie sich am Diskurs über das Bündnis

Unsere Veranstaltungen und weitere Treffen bieten Ihnen die Möglichkeit, sich am Diskurs zum Bündnis zu beteiligen.